Vortrag zu gefährlichen Pflanzen am 25. Juni
Sie sehen hübsch aus und sind bei Bienen und Schmetterlingen beliebt, aber was vermeintlich insektenfreundlich wirkt, ist tatsächlich ein großes Problem für die Artenvielfalt: Invasive Neophyten, also Pflanzen aus anderen Teilen der Welt, die hier ganze Ökosysteme überwuchern. Pflanzen wie beispielsweise Schmetterlingsflieder, wilder Wein, Astern, Lupinen oder Goldrute. Im Rahmen unserer Sommerversammlung erläutert Jürgen Englisch von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Straubing am Donnerstag, den 25. Juni die negativen Auswirkungen auf die Umwelt, die Wirtschaft, aber auch auf die menschliche Gesundheit. Der Vortrag „Invasive Neophyten – wie man sie erkennt und warum sie so gefährlich sind“ beginnt um 19:00 Uhr im Schützenhaus am Hagen.
Weltweit gelten invasive Arten heute als die zweitgrößte Gefahr für die biologische Vielfalt – nach der Zerstörung der Lebensräume. Durch ihre unkontrollierte Verbreitung können sie heimische Arten verdrängen und ganze Ökosysteme verändern. Dazu kommt, dass sie beispielsweise in der Land- und Forstwirtschaft oder bei der Instandhaltung von Straßen und Bahnstrecken immense Kosten verursachen. Und sie können Verbrennungen und Allergien beim Menschen auslösen. Am Donnerstagabend geht es unter anderem darum, wie aus gebietsfremden Arten, also Arten die durch menschlichen Einfluss in Regionen gelangen in denen sie natürlicherweise nicht vorkommen, invasive werden. Allein in Deutschland sind laut Bundesamt für Naturschutz mindestens 168 dieser Tier- und Pflanzenarten bekannt, die nachweislich große Schäden verursachen. Durch den Klimawandel wird sich das Problem künftig wahrscheinlich noch deutlich verschärfen.
Und doch ist das Bewusstsein für diese Gefahr relativ gering. Beispielsweise gibt es Zierpflanzen aus anderen Ländern, die weiterhin im Handel als insektenfreundlich beworben werden, obwohl man bereits weiß, dass sie sich invasiv verhalten. Im Schützenhaus erfahren die Zuhörer am Donnerstagabend woran man diese Pflanzen erkennt, wie sie sich verbreiten und was man dagegen tun kann. Zu unserer kostenlosen Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen.